Von hilfsbereiten Camperhelden, wilden Kurven und Wassermassen – Norwegen wir kommen!
Heute haben wir uns mal was richtig Feines gegönnt: Ausschlafen! Kein Weckerterror um 5 Uhr, kein hektisches Zusammenräumen im Halbschlaf – wir durften gnadenlos faul sein. Auschecken war nämlich erst um 11 Uhr. Jackpot!
Plan war: gemütliches, leckeres Frühstück im Camper. Tisch schön gedeckt, alles bereit für den großen Camper-Schlemmermoment – da klopft plötzlich unser Camping-Nachbar an die Tür. Mit leicht zerknirschtem Gesicht und der Bitte um Starthilfe. Er hatte abends einfach mal die Zündung angelassen. Ups.
Also: Frühstückspause. Alles wieder schnell zusammengepackt und raus auf Rettungsmission. War gar nicht so trivial – die Starthilfekabel wollten nicht so wie wir. Aber dank unserer neuen besten Freunde auf YouTube („Camperhilfe für Dummies“) haben wir das Ding schließlich gestartet bekommen. Heldentat des Tages!
Danach konnten wir endlich unser verdientes Frühstück genießen – inklusive frischem Obst und sehr viel Selbstzufriedenheit. Schnell noch das Geschirr abgewaschen, Grauwasser abgelassen und Frischwasser aufgefüllt. Profis halt.
Dann das nächste Abenteuer: Jule wollte heute unbedingt fahren. Und was soll ich sagen? Sie ist um die Kurven geflitzt, als hätte sie jahrelang nichts anderes gemacht. Ich durfte Beifahrer sein und war fürs Lobpreisen der Fahrkünste und fürs Navigieren verantwortlich („Da lang!“ – „Wirklich?“ – „Äh… vielleicht doch hier?“).
Nach dem Tanken ging es dann Nonstop durch nach Norwegen. Zum Glück hatten wir heute viel Strecke vor uns – das Wetter war nämlich ein einziger Dauerregen. Teilweise dachte ich ernsthaft, wir hätten kein Wohnmobil, sondern ein Hausboot auf vier Rädern gemietet. So viel Wasser kam vom Himmel runter, dass man fast Paddel statt Reifen wollte.
Am Abend aber das große Highlight: Wir haben die Haugfossen-Wasserfälle erreicht! Ein wirklich imposanter Anblick, mit tosendem Wasser und dramatischem Norwegen-Flair. Wir haben natürlich gleich noch einen kleinen Spaziergang gemacht, um das Ganze aufzusaugen und mindestens 100 Fotos zu schießen.
Abendessen gab es dann an einem idyllischen kleinen See im Wald. Auf der Speisekarte: meine legendäre Nudeln mit Bolognese (mindestens mit einem Michelin-Stern im Camper-Universum ausgezeichnet).
Jetzt stehen wir auf einem lauschigen Parkplatz, umgeben von Wald, Wasser und Stille – und freuen uns schon riesig auf das nächste Abenteuer morgen!
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