Von Kuhherden, Kobaltminen und Küchensensationen – Norwegen-Abenteuer pur!
Die Nacht war… sagen wir mal: musikalisch. Es hat ein paar Mal so richtig schön aufs Camperdach geregnet. Ein Gratis-Konzert vom Wettergott persönlich. Zum Glück sind wir immer wieder schnell eingeschlafen und haben das als „skandinavisches Schlaflied“ verbucht.
Am Morgen dann der deutlich charmantere Weckdienst: Kuhglocken! Wir wurden wach, schauten raus – und stellten fest, dass unser Camper plötzlich Teil einer Kuhherde war. Sehr gesellig. Unser rollendes Zuhause wurde gründlich beschnuppert und kritisch beäugt, aber es blieb standhaft. Schließlich zogen die Damen wieder weiter, vermutlich auf der Suche nach noch besseren Stellplätzen.
Jetzt waren wir jedenfalls hellwach und konnten unser 5-Sterne-Camperfrühstück genießen. Frischen O-Saft aus der Flasche, gutes Brot, Norwegen-Feeling. Luxusurlaub halt – nur mit etwas mehr Matsch an den Reifen.
Mittags stand Kultur auf dem Programm: eine Tour durch eine alte Kobalt-Mine, praktischerweise gleich um die Ecke. Schon beim Ankommen die erste gute Nachricht: Wir bekamen eine deutschsprachige Führung! Zu Beginn wurden alle gefragt, ob sie Deutsch oder Englisch sprechen – und es stellte sich heraus, dass wir die einzigen Nicht-Norweger waren. Ergebnis: private VIP-Tour!
Unser Guide hat uns das Bergwerk super erklärt – wir konnten richtig spannende Einblicke gewinnen. Ehrlich erstaunlich, mit welchen simplen Werkzeugen und ein bisschen Physik-Grundwissen die Leute im 18. Jahrhundert hier gearbeitet haben. Im Inneren der Mine herrschten angenehme 4 bis 6 Grad – Nordisches Spa für Abenteurer. Den Helm mussten wir auch aufsetzen, was mindestens einmal lebensrettend war. Wir sagen nur: niedrige Decken und übermotivierte Forscher.
Im Bergwerk wartete dann noch das Highlight für Adrenalinjunkies: eine Glasbrücke mitten unter Tage! Die haben wir natürlich furchtlos betreten, obwohl der Blick nach unten echt für wackelige Knie sorgt – definitiv nichts für Leute mit Höhenangst. Und als Bonus gab es auch noch eine Hängebrücke, die im Halbdunkel ordentlich Abenteuer-Feeling verbreitet hat. Insgesamt eine richtig spannende und super gemachte Führung!
Danach mussten wir aber weiter Richtung nächsten Campingplatz. Die Fahrt haben wir uns geteilt – während die Berge um uns herum immer höher wurden und die Landschaft so richtig wild und norwegisch aussah. Auf manchen Gipfeln lag sogar noch ein Rest Schnee, was uns direkt an Polarexpeditionen denken ließ. (Okay, vielleicht ein kleines bisschen übertrieben. Aber nur ein bisschen.)
Unterwegs dann noch ein echter Meilenstein im Camperleben: Wir haben erfolgreich zum ersten Mal unsere Toilette entleert! Großen Applaus bitte. Wenn das mal kein Zeichen dafür ist, dass wir jetzt echte Camper-Profis sind.
Am Abend am Campingplatz angekommen hat Jule noch ihr weltberühmtes Chili con Carne gezaubert. Unfassbar lecker! Jetzt sitzen wir satt und glücklich in der Abendsonne, schauen auf die norwegische Natur – und freuen uns schon riesig auf das nächste Kapitel unseres Roadtrips.
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