Sicherheitscheck mit Mäh – und 3.000 km Roadtrip-Glück
Heute Nacht waren wir in bester Gesellschaft: Unsere tierischen Sicherheitskräfte – eine ganze Schafherde – patrouillierten aufmerksam um Roady herum. Immer wieder ein prüfender Blick ins Fenster, ein lautes „Määäh!“ zur Bestätigung, dass alles in Ordnung ist – und weiter ging’s im gemütlichen Trott über die Wiese. Während draußen der Regen unermüdlich aufs Dach prasselte, blieb es drinnen warm, trocken und richtig hyggelig.
Am Morgen mussten wir beim Verlassen der Weide noch einmal durch die finale Schafskontrolle. Es gab ein paar kritische Blicke, dann ein zustimmendes Nicken (zumindest haben wir das so interpretiert), und die Schranke – in Form von wolligen Hinterteilen – wurde für uns geöffnet. Danke, Schafe!
Unser heutiges Ziel: Weiter Richtung Kristiansand, denn in zwei Tagen heißt es schon: „Tschüss, Norwegen – hallo, Dänemark!“ Der Regen hörte unterwegs endlich auf, und Norwegen zeigte sich noch einmal von seiner mystisch-schönen Seite: Berge mit Nebelkragen, dramatische Wolken, und Wasserfälle, die dank der Dauerberieselung der letzten 24 Stunden besonders imposant aus den Felsen schossen.
Unterwegs verlief alles entspannt – fast schon zu ruhig für einen echten Abenteuerbericht. Nur unser Wunschcampingplatz war leider schon voll, aber zum Glück fanden wir ganz in der Nähe einen anderen Platz mit freier Aussicht und freundlichen Nachbarn.
Der restliche Tag stand im Zeichen von Ausruhen, Durchatmen und Genießen. Wir merkten langsam, dass sich das Abenteuer seinem Ende nähert. Jule entdeckte beim Blick auf den Kilometerzähler einen kleinen Meilenstein: Über 3.000 Kilometer sind wir inzwischen mit Roady unterwegs gewesen – durch Tunnel, über Pässe, entlang der Fjorde und direkt in unsere Herzen.
Jetzt genießen wir noch die letzten Abende im Camper, mit dem Soundtrack aus Natur, Erinnerungen – und vielleicht noch einem leisen Määäh in der Ferne.
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