Fjordhopping und Schotterspaß
Nach einer entspannten Nacht im Hafen von Ålesund – mit sanftem Meeresrauschen und einem Hauch Möwengeschrei deluxe – ging es für uns heute weiter Richtung Süden, unser neues Ziel: der majestätische Sognefjord.
Diesmal wollten wir nicht auf einem klassischen Campingplatz übernachten, sondern wildromantisch in der Natur stehen. Also: Wassertank voll, Akkus aufgeladen, Kühlschrank rappelvoll – wir waren bereit für den nächsten kleinen Roadtrip-Einsatz.
Noch bevor wir losrollten, konnten wir zusehen, wie sich der nächste schwimmende Hotelblock in den Hafen schob – ein weiterer Ozeanriese auf Norwegen-Kurs. Schon beeindruckend, was da so an uns vorbeischwimmt. Aber Roady hat zum Glück keinen Größenkomplex.
Unser Tageshighlight neben Fjorden: Wir durften heute ganze viermal mit der Fähre übersetzen! Fähre, rausfahren, nächste Strecke, wieder Fähre – wie ein rhythmischer Tanz durch die norwegische Inselwelt. Und obwohl wir inzwischen fast schon „Fähr-Profi-Passagiere“ sind, bleibt es immer ein kleines Abenteuer, wenn sich Roady auf das schaukelnde Deck schiebt und wir zusammen mit Einheimischen, Campern und LKWs übers Wasser gleiten.
Das eigentliche Abenteuer des Tages erwartete uns allerdings am Abend. Der Parkplatz, den wir für die Nacht auserkoren hatten, lag irgendwo im Nirgendwo – erreichbar nur über eine einspurige Schotterstraße mit ordentlich Steigung. Die Art von Straße, bei der man nur hofft, dass einem niemand entgegenkommt.
Aber Roady hat’s souverän gemeistert. Ohne Murren, ohne Motzen, mit voller Gelassenheit hat er uns den Hang hochgerollt, als hätte er nie was anderes getan. Oben angekommen: absolute Ruhe. Natur pur. Fjordblick. Kein WLAN. Kein Stromanschluss. Nur wir, ein paar Bäume, ein paar Vögel – und wahrscheinlich irgendwo ein Troll, der uns beobachtet.
Nach einem ganzen Tag on the road und einem echten Offroad-Finale freuen wir uns auf eine ruhige Nacht in der Wildnis. Morgen geht’s weiter Richtung Süden – wer weiß, was Norwegen diesmal für uns bereithält!
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