Von Ziplines, Sonnencreme-Schlachten und Norwegens süßesten Erdbeeren – Abenteuer im Valldal!
Gestern Abend saßen wir noch gemütlich vorm Camper und schmiedeten finstere Pläne: Warum eigentlich schon weiterfahren? Schließlich gefiel es uns hier so gut, dass wir kurzerhand beschlossen: Wir bleiben noch eine Nacht!
Zur Krönung unseres Plans fanden wir online auch noch einen richtig vielversprechenden Kletterpark gleich um die Ecke. Abenteuer? Check!
Aber erstmal ließen wir es heute Morgen richtig gemütlich angehen. Ausschlafen deluxe – wir hatten schließlich Urlaub. Danach ein ausgedehntes Camperfrühstück in aller Ruhe. Orangensaft, Sonne, null Stress. So muss das sein.
Bevor das Abenteuer losgehen konnte, standen natürlich die unvermeidlichen Camper-Pflichten auf dem Programm: Geschirr abwaschen und den Platz um eine Nacht verlängern.
Das alles erledigten wir bei knallender Sonne. Obwohl es noch nicht mal 11 Uhr war, brannte der Planet schon gnadenlos vom Himmel. Die ersten Schweißperlen liefen uns über die Stirn wie kleine Wasserfälle. Lichtschutzfaktor 50 war Pflicht, denn die Wetter-App verkündete stolz: „Heute knapp 30 Grad und keine Wolke weit und breit.“
Gut eingeschmiert und mit Sonnenhut bewaffnet machten wir uns schließlich auf den Weg Richtung Kletterpark. Unterwegs fuhren wir vorbei an endlosen Erdbeerfeldern, auf denen dicke rote Erdbeeren nur darauf warteten, gepflückt zu werden. Fast wären wir rechts rangefahren und hätten Selbsternte gemacht – aber das Abenteuer rief!
Am Kletterpark angekommen bekamen wir unsere Ausrüstung verpasst. Helme, Gurte – das volle Profi-Feeling. Dann folgte noch ein Einweisungsvideo auf Englisch. Zum Glück hat keiner gemerkt, dass ich nicht alles verstand. Aber hey – die Bilder waren selbsterklärend. Und nach Zipline-Abenteuern in Slowenien über 250 Meter tiefe Schluchten und nach einer Runde im Berliner Jungfernheide-Kletterpark dachte ich mir: Was soll schon schiefgehen?
Nach einer kleinen Vorführung unserer frisch aufpolierten Sicherheitskünste beim Trainer gab’s das offizielle Go. Und dann ging’s richtig los! Über Schwebebalken, wackelige Netze, freihängende Plattformen, Ziplines und Balken in luftiger Höhe. Nervenkitzel und Muskelkater inklusive.
Zum Glück floss direkt neben dem Gelände ein eiskalter Fluss, in den wir uns zwischendurch wie Helden hineinwarfen aber nur unsere Hände. Beste Erfrischung bei 30 Grad! Ab und zu glitt auch noch eine Rafting-Gruppe vorbei und grüßte freundlich – vermutlich neidisch auf unsere stylischen Helme.
Nach so viel Action gönnten Jule und ich uns erstmal eine wohlverdiente Pause: ein Eis für jeden, dazu Fanta und Cola. Wir ließen uns auf der Wiese im Schatten nieder und schauten den anderen beim Klettern zu. Ein Festival des Schwitzens und Fluchens in den Baumkronen. Herrlich.
Dann hieß es zurück zu unserem Camper Roady, der in der prallen Sonne ordentlich vorgeheizt war. Einmal einsteigen, und man fühlte sich wie ein Brötchen im Backofen. Zum Glück schmiss die Klimaanlage sofort den Turbo an und machte das Ganze wieder erträglich.
Auf dem Rückweg hielten wir noch bei einem Hofladen an. Dort gab’s echte, richtig süße norwegische Erdbeeren. Jule entdeckte später, dass die Gegend Valldal berühmt dafür ist. Keine Ahnung, warum das nicht schon in jeder Norwegen-Broschüre ganz groß steht – diese Erdbeeren waren einfach ein Traum!
Den Rest des Tages verbrachten wir vor unserem Camper. Füße lang, Sonnenuntergang schauen, ein bisschen dösen und viel Nichtstun. Muss ja auch mal sein.
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