Krümel in den Ritzen und Liebe im Herzen – Roady, du wirst fehlen!

Hallo ihr Lieben,

heute melde ich mich zum allerletzten Mal von unserem großen Norwegen-Abenteuer 2025.

Ein bisschen wehmütig, ein bisschen leer – denn heute hieß es Abschied nehmen. Von unserem treuen Roady.

Die letzte Nacht im Camper liegt hinter uns – diesmal allerdings nicht mehr in Norwegen, sondern auf einem kleinen Wohnmobilstellplatz irgendwo in Dänemark. Und auch wenn wir wussten, dass heute der Heimweg ansteht, war der Abschied am Morgen nicht weniger emotional. Irgendwann war da einfach dieses Gefühl: Morgen ist alles anders.

Ein letztes Mal aufwachen in Roady. Ein letzter Blick durch die verdunkelten Fenster. Ein letztes Mal Schlafsachen verstauen. Statt Orangensaft gab’s heute nur Wasser zum Frühstück – irgendwie sinnbildlich. Kein ausgedehntes Camperfrühstück mehr, keine Pläne für Fjorde oder Wanderwege. Heute ging’s nur noch in eine Richtung: nach Hause.

Bevor wir starten konnten, wurde Roady noch einmal reisefertig gemacht – zum letzten Mal hieß es: Grauwasser ablassen, Frischwasser raus, Toilette leeren. Inzwischen lief das alles routiniert, fast wie im Halbschlaf. Die Toilette erklärten wir danach offiziell für geschlossen – und hielten uns sogar dran.

Jule übernahm die erste Hälfte der Fahrt, ich die zweite.

Und während Roady mit uns durch Wind, Sonne und Regen Richtung Berlin rollte, lief in unseren Köpfen der Film der letzten Wochen ab. Fast 4.000 Kilometer sind wir gemeinsam gefahren. Über steile Pässe, durch dichte Wolken, über schmale Schotterstraßen, vorbei an Gletschern, durch endlose Tunnel, an Küsten, Seen und Wasserfällen entlang. Roady war nie nur ein Fahrzeug. Er war unser Zuhause, unser Rückzugsort, unser Abenteuergefährte. Unser Freund auf vier Rädern.

Wir haben in ihm gekocht, geflucht, gelacht, Pläne geschmiedet, uns gefreut, uns erholt. Und ja – auch mal gestritten. (Aber nie lange – man kann in einem Camper einfach nicht auf Distanz gehen.)

Und Roady? Der hat alles mitgemacht. Tapfer, zuverlässig, mit seinem typischen kleinen Ruckeln beim Anfahren – wie ein liebevoller Reminder, dass auch Perfektion ihre Ecken und Kanten hat.

Nach gut sieben Stunden Fahrt standen wir schließlich vor unserer Haustür. Roady parkt nun direkt vor der Tür und darf sich noch eine letzte Nacht ausruhen, bevor wir ihn morgen zu seinem offiziellen Stellplatz zurückbringen.

Wir holten unsere Sachen raus, klopften ihm dankbar aufs Lenkrad – und versprachen, ihn würdig zu verabschieden.

Jetzt steht er da. Mit ein paar Krümeln in den Ritzen, ein bisschen Staub auf dem Armaturenbrett, müde, aber bereit. Und ich bin mir sicher: Wenn Roady sprechen könnte, würde er sagen:

„War ’ne geile Zeit, Leute. Danke, dass ich euch begleiten durfte.“

Mach’s gut, Roady. Wir werden dich vermissen. Sehr.

 

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